Umlegung Allschwilerbach

Die Überbauung der ehemaligen Hüningerstrasse gemäss Masterplan Novartis-Campus erfordert die Verlegung von grosskalibrigen Abwasserkanälen in ein neues Trassee.

Zwischen dem Kanton Basel-Stadt und der Novartis Pharma AG wurde 2005 der Abtausch verschiedener Grundstücke sowie die städtebauliche Neuordnung im Umfeld des Novartis Areals St. Johann vereinbart. Unter anderem wurde vereinbart, dass Novartis vom Kanton die Hüningerstrasse zwischen der Kraftstrasse und dem französischen Zoll erwirbt. Die geplante Überbauung dieses Strassenabschnittes mit Labor- und Verwaltungsgebäuden setzt die nahezu vollständige Verlegung der bestehenden Kanalinfrastruktur voraus.

Das Regenwasser aus Grossbasel-West und Allschwil sowie der eingedolte Allschwilerbach werden zukünftig in einem neuen Grosskanal das Novartisareal im St. Johann unterqueren und zum Rhein abgeleitet. Hierzu wird in einer Tiefe von rund 10m ein neuer, rund 340m langer Kanal mit einem Innendurchmesser von 3m erstellt. Die Abflusskapazität des neuen Regenwasserkanals beträgt rund 25 m3/s. Ausserdem muss auch in der Elsässerstrasse ein neuer Kanalabschnitt erstellt werden.

Die Kanäle werden in sogenannter "geschlossener Bauweise" im Pressvortrieb erstellt. Ausser den Press- und Zielschächten ist an der Oberfläche von den Bauarbeiten wenig sichtbar. Von einem Startschacht ausgehend werden die neuen Rohre Stück für Stück in den neuen Rohrstrang eingefügt und mit einem Druck von bis zu 1400 Tonnen Richtung Zielschacht gepresst. Das Bodenmaterial wird an der Spitze der Rohrkette abgebaut und über die Startgrube abtransportiert. Damit das Rohr besser gleitet, werden die Hohlräume zwischen Rohraussenwand und Erdreich mit einer weichen Tonlösung verpresst. Wenn der Widerstand beim Pressen zu gross wird, werden Zwischenpressen (oder eine Zwischenpressstation) im neuen Rohr eingebaut, so dass sich das Rohr wie ein Regenwurm weiter vorwärts schiebt.

Die neuen Regenwasserkanäle gehen 2011 in Betrieb.

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