Baustellenkoordination

Schematische Darstellung des Prozesses der Baustellenkoordination

Wenn die gleiche Strasse innert kurzer Zeit zweimal aufgerissen wird, kostet dies unnötig Geld und ärgert die betroffene Bevölkerung. Damit dies nicht geschieht, koordiniert der Kanton Basel-Stadt alle Erhaltungs- und Bauvorhaben im Bereich der Verkehrsinfrastruktur an zentraler Stelle. Auf diese Weise wird mehr Planungssicherheit, Kosteneffizienz und eine grössere Zufriedenheit aller Beteiligten erreicht.

Koordination der Infrastruktur

Die Koordination der Infrastruktur auf dem Gebiet des Kantons Basel-Stadt erfolgte in der Vergangenheit innerhalb der verwaltungsinternen Koordinationskommission «Projekte». Dabei zeigte sich, dass einzelne Projektteile erst sehr spät an ein bereits verabschiedetes koordiniertes Projekt angegliedert oder aus irgendeinem Grund gestrichen wurden. Dies war insbesondere deshalb möglich, weil die Koordination noch auf der Ebene einer Fachabteilung angesiedelt war, die nicht über die Kompetenz für die Festlegung der notwendigen Verbindlichkeiten verfügte. Als Folge davon wurden einerseits Strassen in kurzen Zeitabständen aufgerissen und anderseits dringende Erhaltungsmassnahmen mehrere Jahre hinausgeschoben, bis betriebliche Störungen nicht mehr ausgeschlossen werden konnten.

Nur eine gut gegliederte Projektliste ermöglichte eine Übersicht über die Projekte. Da die Informationen der Projektliste auch als Basis für die Mehrjahres-Finanzplanung dienen und die Kosten der einzelnen Massnahmen zum Zeitpunkt der Koordination nur zum Teil bekannt waren, kam es in den Budgetrunden und bei den Hochrechnungen immer wieder zu Problemen.

Zur Verbesserung dieser Situation wurde von einer speziell eingesetzten Arbeitsgruppe des Bau- und Verkehrsdepartementes das «Geschäftsmodell Infrastruktur» vorgeschlagen. Dieses wurde im Jahre 2007 vom Regierungsrat gutgeheissen und dem Bau- und Verkehrsdepartement zur Umsetzung übertragen.

Die Geschäftsstelle Infrastruktur hat seither die wesentlichen organisatorischen, finanziellen und technischen Bedingungen geschaffen, damit das Geschäftsmodell Infrastruktur seit Anfang 2009 operativ arbeiten kann.

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