Boulevard-Restaurants

Boulevardrestaurant auf dem Münsterplatz

Das Bedürfnis der Kundschaft sich draussen aufzuhalten, bewegt mehr und mehr Gastronomiebetriebe zum Herausstuhlen. Die Allmendverwaltung ermöglicht die Boulevardgastronomie und sorgt für den Ausgleich zwischen den Interessen der Gastronomiebetriebe und der Öffentlichkeit (z.B. Anwohnende oder Passanten). Damit dies gelingt, benötigt Boulevardgastronomie eine kostenpflichtige Bewilligung.

Wie erhalten Betriebe eine Bewilligung für Boulevardgastronomie?

Füllen Sie das entsprechende Online-Gesuchsformular aus. Im Gesuch müssen Sie anhand eines Leitungskatasterplans im Massstab 1:200 angeben, wie gross die Boulevardfläche vor dem Betrieb sein soll. Sie können wählen zwischen einer Ganzjahresbewilligung oder eine Saison-Bewilligung, die nur vom 15. Februar bis 15. November gilt. Weiter werden Angaben und idealerweise Bilder zu den vorgesehenen Stühlen, Tischen, Sonnenschirmen usw. verlangt.
Nach einer ersten Überprüfung durch die Allmendverwaltung wird ihr Gesuch im Kantonsblatt öffentlich publiziert. Berechtigte können nun während 30 Tagen Einsprachen erheben.
Entspricht das Gesuch den Vorgaben und wurden keine Einsprachen eingereicht, wird die Bewilligung zur Allmendnutzung erteilt und sie können Herausstuhlen.

Was gilt es zu beachten?

Nachfolgend ein Auszug aus den Auflagen für Boulevard-Restaurants und –Cafés:

  • Damit sich Boulevard-Betriebe gut in das Stadtbild einfügen, sind Teppiche bzw. Bodenbeläge, Aufbauten wie Podeste, Zäune, Sichtschutzwände usw. sowie Mobiliar und Ausstattungen mit Fremdwerbung nicht erlaubt. Siehe auch die Leitlinien für die Möblierung von Boulevardgastronomie.
  • Je nach Standort ist die Nachtruhe ab 22 Uhr zu gewährleisten, siehe auch den Boulevardplan Innenstadt. Der Betreiber ist auch für Lärm verantwortlich, der nicht direkt auf dem Areal selbst, sondern etwa durch Zubringerverkehr, lautes Verhalten der ankommenden und weggehenden Gäste und dergleichen verursacht werden.
  • Musik oder sonstige Beschallung ist bei der Boulevardbewirtung untersagt.
  • Die benützte Fläche ist vom Betrieb selbst zu reinigen und sauber zu halten. Die Stadtreinigung ist dafür nicht zuständig.
  • Der Betrieb haftet für sämtliche Schäden und Unfälle, die auf das Boulevard-Restaurant oder -Cafés zurückzuführen sind. Dies betrifft insbesondere Schäden am Trottoirbelag.
  • Eine Bewilligung gilt nur für den aktuellen Betriebsinhaber. Ein Betreiberwechsel ist der Allmendverwaltung zwecks Erteilung einer neuen Bewilligung schriftlich mitzuteilen.

Gebühren für Boulevardgastronomie

Boulevardgastronomie entzieht einem Teil der Öffentlichkeit den öffentlichen Raum. Als Gegenleistung erhebt die Allmendverwaltung auf Boulevardflächen eine Gebühr. Die Gebühren betragen für eine Saisonbewilligung CHF 66.-/m² und Jahr und für eine Jahresbewilligung CHF 88.-/m² und Jahr.